Samstag, 27. Juni 2009

Abel Tasman

Ah, wir sitzen hier vor unserem neuen Heim und genießen die Sonne! Hier draußen ist es definitiv wärmer als drinnen….

Am Donnerstag sind wir hier eingezogen und haben jetzt endlich ein neues Zuhause. Eine nette 5er WG in einem hübschen Häuschen am Berg mit Blick über die Stadt! Ein paar Straßen weiter ist die Baldwin Street, welche wohl die steilste der Welt sein soll (kann man auch auf Wiki nachlesen). Bis zu 35% Steigung, unsere Straße ist zum Glück nicht ganz so steil…
Da wir letzte Woche die Wohnung klar gemacht haben, aber erst jetzt einziehen konnten haben wir die Zeit genutzt und Kurt gepackt und sind los gedüst in den Norden der Südinsel, in den Abel Tasman National Park. 4 Tage Küstenwanderung, wunderschön! Gestartet sind wir von Marahau mit dem WasserTaxi nach Totaranui. Die Maori Namen sind grandios und manchmal unaussprechlich, aber da die meisten Kiwis ziemlich nuscheln weiß eh keiner wie es richtig heißt. Was mir, der Meisterin kreativer Wortschöpfungen, ganz entgegen kommt.
Zurück zum Wassertaxi, auf der Fahrt gab’s gleich mal die ersten Highlights, wie der erste Blick auf eine tolle Küste mit vielen Buchten und kleinen Sandstränden, Seerobben und dann war da noch Georg, der Delphin, der sich über jeden Besuch freut. Er schwimmt zu unserer Freude jedem Boot hinterher das an seiner Bucht vorbei kommt und im Sommer kann man wohl auch mit ihm planschen gehen.

Dann wurden wir am Strand abgeladen und sind munter los gewandert. Bei herrlichstem Wetter ging es dann von Hütte zu Hütte. Die Hütten waren richtig schick, beheizt (zumindest hatten sie einen Gas- oder Holzofen der das ganz für NZverhältnisse relativ warm gemacht hat) und Schlafplätze.

Die Tour führt abwechselnd am Strand und im Wald entlang. Bei manchen Wegen mussten wir Ebbezeiten einhalten um keine nassen Füße zu bekommen, was nicht immer ganz geklappt hat…


Auf dem Rückweg nach Dunedin haben wir dann noch Zwischenstop in Hanmer Springs gemacht, hier gibt es heiße Quellen. Ahh, das war herrlich nach 4 Tagen waschen mit eiskaltem Wasser.
Dieses Wochenende wird erstmal entspannt und Mittwoch geht’s dann los mit der Uni, ich bin ja mal gespannt. Wir bekommen verschiedene Projekte vorgestellt und dürfen uns dann eins raussuchen, mal sehen was es spannendes gibt...

Freitag, 26. Juni 2009

Schnee olé

Heute hat es geschneit! Bisher hatten wir richtig Glück mit dem Wetter und es war schön und für die Jahreszeit wohl ziemlich warm. Aber heute Nacht kam der Wettereinbruch, jetzt schneit es und ist sau kalt. Brrrhh, ich hab mir schnell mal Mütze und Handschuhe gekauft (dafür war kein Platz mehr im Gepäck gewesen) und die lange Unterhose hab ich auch ausgepackt. Naja, soooo kalt ist es gar nicht, aber da wir ja gerade aus dem deutschen Sommer kommen sind wir wohl nix mehr gewohnt und dann kommt noch dazu dass hier die Häuser super schlecht isoliert sind (eigentlich gar nicht) und nur wenig geheizt wird. Noch mal brrhhh! Ich lauf die ganze Zeit mit Fleece Pulli und Schal rum, zum Glück hab ich warme Hausschlappen…
Das Beste war aber dass wegen den paar Schneeflocken hier gleich mal die Schule ausgefallen ist und etliche Geschäfte in der Stadt erst ab Nachmittags geöffnet hatten oder einfach gar nicht.

Dafür sind die Menschen hier um so wärmer und herzlicher! Wenn du nach dem Weg fragst wirst du oft gleich persönlich irgendwo hin begleitet oder man fragt jemanden der komisches Wurzelgemüse im Supermarkt einkauft wie das denn schmeckt und bekommt gleich nen halben Kochkurs ;)…
Christoph hat schon den lokalen Frisbee Verein ausgelotet und ist heute Abend gleich mal zum Training. Ich häng hier faul auf der Couch und werde mich morgen mal auf die Suche nach dem Unisport Programm machen.
Morgen geht’s dann auch weiter mit der Wohnungssuche, aber wir sind frohen Mutes. Wir haben eigentlich auch schon ein paar hübsche Sachen in Aussicht, können uns aber noch nicht so wirklich entscheiden….
…liebe Grüße aus Dunedin Katharina und Christoph

P.s.: der Post ist leider schon ein paar Tage älter, aber ich hatte bisher noch keine Möglichkeit es hoch zu laden, aber jetzt :)! Und bald gibt’s mehr…

Sonntag, 14. Juni 2009

Ankunft Dunedin

Final Destination: Dunedin!
Kurt hat ganz gut durch gehalten und geschnurrt wie ein Kätzchen. Die Fahrt gestern an der Küste lang war richtig schön. Wir hatten mal wieder super Wetter und haben endlich mal ein bisschen was von der Gegend gesehen: Grüne Hügel, Berge mit Schnee im Hintergrund und auf der anderen Seite Küste mit Meer, dazwischen Schafe, Kühe, nix und wieder Schafe (wer hätte es gedacht :)). Aber ich glaube hier gefällt es mir!
Auf halber Strecke haben wir noch eine kleine Sehenswürdigkeit mitgenommen. Die Moeraki Boulders, eine Steinformation an der Küste die aussieht wie versteinerte Dinosauriereier. Auch wenn ich sagen muss die Wellen und die vielen Muscheln fand ich viel toller :).

Abends in Dunedin haben wir dann kurz die Luft angehalten, da die All Blacks (neuseeländisches Rugby Nationalteam) gegen Frankreich hier gespielt haben war zumindest in Innenstadtnähe fast alles ausgebucht. Mit ein bisschen Glück haben wir dann noch ein Zimmer im „Kiwi Nest“ ergattert.

Es ist richtig nett hier, aber ich freu mich doch wenn wir dann endlich wieder ein festes zu Hause haben.
Aber das Spiel konnten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen und außerdem musste mein Geburtstag ja auch noch ein bisschen gefeiert werden! Also ab ins Pub und auf dem Weg schnell noch ein paar Rugby Regel erklären lassen. Leider haben die Franzosen gewonnen….
Später haben wir uns dann noch mit Miriam (Freiburger Pharmazeutin) getroffen, die direkt aus dem Stadion kam. Und bei einem kleinen Streifzug durch die Stadt mir gleich mal meine neue Fakultät gezeigt hat. Am Montag werde ich da dann mal vorbei gehen und mich umschauen. Heute wird mal entspannt! Jetzt mach ich mich noch auf den Weg zu einem I-net Café um dass hier und die beiden anderen Texte hoch zu laden. Aber in den letzten beiden Hostels waren die Verbindungen einfach viel zu langsam und zu teuer, hoffentlich haben wir hier mehr Glück…

Kurt & Co

So, Urlaub vorbei! Hier fing der Ernst des Lebens wieder an. Nachdem wir hier ein nettes Hostel bezogen hatten ging’s los mit Bankkonto eröffnen, um künftige Unterkunft kümmern, Handyvertrag abschließen und wir haben uns dazu entschieden ein Auto zu kaufen! Eigentlich ist das ja alles halb so wild, aber es ist auch hier (trotz viel weniger Bürokratie) eine elende Rennerei bis man alles beieinander hat. Ja und dann die Sache mit dem Auto, wir haben beide keine Ahnung und wussten auch gar nicht so recht wo wir anfangen sollten, aber nach viel Überlegen, Hin und Her und einer Zufalls Begegnung haben wir jetzt ein Auto! Ein 90 Ford Laser, der uns hoffentlich treue Dienste erweißt. Wir haben ihn Kurt getauft, ob Cruising oder Cold Kurt ist noch nicht ganz klar, aber die Heizung tut es irgendwie nicht so wie sie sollte….
Ansonsten ist Christchurch nicht sehr aufregend und wir ziemlich platt. Deshalb geht’s jetzt ins Bettchen und morgen gibt’s dann einen kleinen Roadtrip die Ostküste runter nach Dunedin…

Samstag, 13. Juni 2009

Sydney

Sydney war herrlich! Wir hatten phantastisches Glück mit dem Wetter. Und auch wenn 2 Tage wirklich kurz sind haben wir doch einiges gesehen. Am ersten Tag haben wir ne kleine Stadttour gemacht mit den klassischen Sehenswürdigkeiten wie Oper, Hafen, Habour Bridge, Botanischem Garten…
Anschließend waren wir im wild life Zoo mit Koalas, Kangaroos, Wallabies (sooo süß), Wombats, Schlangen und dem Rest des Out Back Vereins.
Dann wurde noch der water world Zoo besichtigt. Hier gab’s alles was da so paddelt und schwimmt aus Down Under, wie Krokodile, Platyphus, „Nemo“ Fischen + Freunde und große böse (und weniger böse) Haie...


Nachdem wir uns Mittags mit den Möwen am Hafen um unser Mittagessen regelrecht schlagen mussten, eine war sogar so dreist mir was aus der Hand zu klauen (die Sau, ähh Möwe), wurde Abends im „Wake Up“ Hostel selbst gekocht. Das Hostel war übrigens riesig und voll mit Backpackern aus aller Welt.
Am nächsten morgen machten wir uns dann daran etwas mehr von Sydney zu erkunden als Down Town und nahmen den Bus nach Bondi Beach. Weißer Strand blaues Meer und tolle Wellen, da konnten wir es uns natürlich nicht nehmen lassen gleich mal in den Pacific zu springen.
Da in Australien ja eigentlich gerade Winter ist waren wir bis auf ein paar Surfer im Neo ziemlich allein damit. Aber ich kann nur sagen: herrlich, auch wenn wir uns danach erst mal dick eingepackt haben! Dann haben wir noch ne kleine Küsten-Wanderung zum „Gap“-Naturpark gemacht und das schöne Wetter genossen.
Abends gab’s in der Bar des Hostel dann fett Rumpsteak mit lecker Salat zum Spottpreis, begleitet von netter live Musik und dazu ein, zwei, drei Bierchen. Was dazu führte dass wir den Wecker am nächsten Morgen, so gegen 5:30 Uhr leise verfluchten und uns aber brav 3h vor Abflug zum Flughafen aufmachten. Da dann aber ein kurzer Schock der uns endgültig aufwachen ließ, der Flug wurde um 2h vor verlegt. Was soll ich sagen Einchecken, Gepäck Aufgeben, Emigrieren, Handgepäckkontrolle und Boarding geht auch mal in nur 20min wenn’s sein muss (is aber nich lustig und man braucht anschließend eigentlich ne Dusche…).
Na und nu sind wir dann endlich in Neuseeland gelandet. Willkommen bei den Kiwis! Hier werden wir wohl erstmal ein paar Tage in Christchurch verweilen und Pläne schmieden wie es weiter geht, bisher haben wir noch keine Ahnung :)….

Montag, 8. Juni 2009

Hong Kong

Das war also Hong Kong! Die Luft kann man schneiden, die Stadt brummt, ein richtiger Großstadt-Dschungel. Wir haben einen Moment gebraucht um unser Hostel zu finden, es dann aber doch geschafft. Auch wenn man auf dem Weg regelrecht angefallen wird von Einheimischen die einen ihr Hostel schleppen wollen. Das Flyerverteilen ist hier eh ganz groß, dagegen kann die Mensa einpacken... Unser Hostel war klein im 15. Stock eines riesigen Hochhauskomplexes, unser Zimmer noch kleiner, das Bett hatte gerade Platz. Dafür alles sauber, kühl (!) und es gab sogar eine eigene Dusche für uns, die allerdings Klo und Bad in einem war :)… Hong Kong ist eh ziemlich sauber und hat viele Parks und Bäume. In den Parks sind aber auch mindestens so viele Gärtner und Straßenfeger zu finden wie Besucher.
Am ersten Tag sind wir von Kowloon, dem Stadtteil unserer Unterkunft, erstmal auf die Insel nach Hong Kong Downtown. Gigantische Einkaufsstraßen mit nobelsten Designerläden und ein paar Straßen weiter kleine Gässchen mit bunten Ständen und allem möglichen Ramsch zu Spottpreisen. Aber überall reges Treiben und an jeder Ecke ne Baustelle, mit Baugerüsten aus Bambus… Krasse Konstruktionen über ganze Hochhausfronten was hier locker mal 20 Stockwerke sind (bei den kleinen). Aber gut, es scheint zu funktionieren! Dann ging’s rauf zum „Peak“, der höchste Berg Hong Kongs und ein herrlicher Aussichtspunkt über die Stadt, besonders bei Nacht. Es ist schon gigantisch wie sich die Hochhäuser aneinander reihen und überall der Urwald in die Stadt quillt, auch wenn er am Stadtrand doch sehr gezähmt ist (bis auf die Mücken, man jucken die Stiche).
Nach einem komatösen Schlaf (Jetlag lässt grüßen) und einem gemütlichen Morgen ging’s auf Erkundungstour durch Kowloon: Gemüsemarkt (mmmhhjam, außergewöhnlich und manchmal auch etwas zu exotisch, aber probieren muss man ja), Jademarkt (das war was fürs Frauenherz :)), spirituelle Stätten (christlich, moslemisch und natürlich chinesische Gottestempel, welche Glaubensrichtung genau konnten wir allerdings nicht herausfinden). Hier gab’s auch einen Einblick in die nicht so schicken Ecken Hong Kongs, dafür authentisch und meist wurde uns freundlich begegnet und wir durften probieren auch ohne zu kaufen oder es wurde den begriffsstutzigen Touris geduldig der Weg erklärt. Allerdings musste ich leider bei einer abendlichen Tour auf einen Absacker in Soho, die ätzende Erfahrung machen beklaut zu werden. Kein gutes Gefühl, abgesehen davon dass unsere Kamera mit all den Bildern weg wahr (aber immer hin eine Reisegepäckversicherung). Grhh, elenden Langfinger(Clint Eastwood hat es in Grand Tourino etwas impulsiver ausgedrueckt...)
Aber ein gutes deutsches Bier im „Schnurrbart“, konnte unsere tief schwarze Stimmung wenigstens zu hellgrau retten ;). Also am nächsten Morgen erstmal los ne neue Kamera besorgt, ja und dabei gab’s gleich die nächste bittere Lektion und wir wurden ziemlich übers Ohr gehauen. Aber wenigstens haben wir jetzt wieder eine funktionierende recht gute Kamera für die wir leider ein bisschen zu viel bezahlt haben (dabei hatten wir uns vorher noch extra über Modelle und Preise informiert)… Zum Glück haben wir das erst Abends gecheckt und so hatten wir einen entspannten Tag mit Badeausflug zur Repuls Bay, einer kleinen Wanderung am Stadtrand und abschließend einem köstlichen Abendessen beim Thai, mmmhhh. Insgesamt war Hong Kong ziemlich spannend, leider hat die Kamerasache das ganze getrübt. Und ich mag den Geruch der Stadt nicht, klar jede Stadt hat ihre stinkenden Ecken, aber der Geruch nach Chinafutter oder alternativ Moder hing ständig in der Luft. Außerdem bin ich kein Großstadtkind, einfach en bissl zu stressig. Mir langen die Franzosen auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt ;).
Jetzt sitzen wir im Flieger nach Sydney und haben gerade einen fantastischen Sonnenuntergang über dem australischen Outback genossen :).
Ich lass bald wieder von mir hören und grüß euch alle aus Down Under!
Katharina und Christoph