Montag, 27. Juli 2009

Sonnenschein mit ohne Fahrrad, aber Brot...

Oh man, das war ein phantastisches Wochenende, so darf es ab jetzt bitte immer sein! Strahlend blauer Himmel und richtig mildes Frühlingswetter. Christoph war tauchen und ich habe mir ein gemütliches Wochenende gemacht, mit einer Einladung zu einem super Sonntagsfrühstück, einer Erkundungstour am Strand und einem Bummel durch den botanischen Garten.
(Tomahawk Beach einer der Hausstrände Dunedins)

Christoph ist jetzt open water diver und hat seine ersten Taucherfahrungen im offen Meer gesammelt, die Dank des tollen Wetter nur kalt und nicht sau kalt waren…
Der Rest der Woche verlief eher etwas zäh, diese Woche fange ich mit der Laborarbeit an weiß aber für die letzte Woche bedeutete, dass vor allem lesen angesagt war. Und das ist irgendwann etwas ermüdend, muss ja aber sein…
Dann habe ich beschlossen ich brauche endlich ein Fahrrad, das ewige Laufen dauert einfach zu lange. Leider ist das so eine Sache, entweder sind die Räder wirklich schrottig oder gleich richtig teuer… Dann haben wir ein olles Rad im Hinterhof gefunden (von unserem einen Mitbewohner) und wollten das wieder fit machen. Dazu braucht man aber Werkzeug. Bei dem Versuch Werkzeug bei einem netten Frisbeekollegen von Christoph zu leihen endet wir bei einer Einladung zu einem Brotback Kurs bei einem Deutschen. Und so haben wir den Sonntag Abend in netter Runde mit ein paar dunediner Ökos mit dem Thema „how to make your own sourdough bread“ verbracht und ich sage euch frisches Brot ist schon was feines, aber frisches Brot am anderen Ende der Welt (umzingelt von Toast) ist einmalig….
So diese Woche gibt es nur eine kurze Nachricht, ist ja nicht so viel passiert. Dafür gibt’s dann nächste Woche mehr, da geht’s dann nämlich Skifahren, huuui. Ja, der Winter muss ja auch was Gutes haben…..

Mittwoch, 22. Juli 2009

Schau mal wer da kullert...



(Es hat etwas gedauert, aber hier ist noch ein kleiner Film vom Schokokugelwettkullern)

Sonntag, 19. Juli 2009

Schokokugelwettkullern

Diese Woche war Cadbury Carnival! Cadbury ist die hier ansässige Schokoladenfabrik. Highlight des ganzen war das Schokoladenrennen! Das darf man sich so vorstellen, alles sammeln sich an der Baldwin Street (die schon mal erwähnte steilste Straße) und dann werden auf einmal 30.000, nummerierte, mit harter roter Zuckerschicht glasierte Schokokogeln (so genannte Jaffas) die Straße runter kullern gelassen. Die Tage davor kann man Lose für die Kugeln kaufen und die Kugel die als erstes unten ankommt gewinnt. Leider haben wir nicht gewonnen :(… Aber es war ein Spektakel. Ich versuche mal ein kleines Video von dem ganzen hoch zu laden.

Samstagvormittag bin ich mit den anderen Pharmas auf den Farmers Market, nach dem ich Christoph bei seinem Tauchkurs abgesetzt hatte. Ein netter kleiner Markt, mit frischem Obst und Gemüse der Saison, was vor allem Äpfel, Kartoffeln, Kürbis, Spinat und Mangold, bedeutete. Aber alles echt günstig! Frischen Fisch, Fleisch, Honig, Tee, Brot (was fast ein bisschen an unser Brot erinnert) und lauter Kleinigkeiten zu Essen bekommt man auch, also fast wie „Daham“. Tee hab ich mir auch gekauft, leckern grünen, Nachteil ich finde keine Teebeutel…. Großartig, ich hab schon überall gefragt, aber die meisten brauchen erstmal 5 min bis sie überhaupt verstehen was ich meine. Wenn nix mehr hilft muss ich der guten Frau von dem Teestand nächste Woche noch mal nen Besuch abstatten. Ja das Ausland hat so seine kleinen Tücken!

Eine andere Tücke überraschte mich am Dienstag auf dem Weg in die Uni, als ich morgens um 9 Uhr in eine Gruppe sturz betrunkener, wild verkleideter Studenten geriet, die mich dazu animieren wollten mit zu feiern. Ich konnte entkommen. Hinter der nächsten Ecke stand dann ein Mädel, in der eisigen Kälte, in einem knappen Krankenschwester Kostümchen an einen Baum gelehnt und kotze sich die Seele aus dem Leib, ihr drei Freundinnen sprangen froh und munter um sie rum als wäre es das normalste der Welt???? Ah, ja!

Auf dem Weg Richtung Uni wurden es dann immer mehr, bis man sich schließlich vor einer Kneipe in Campus Nähe trafen und darauf warteten dass diese öffnete. Kälte lässt sich bekanntlich mit Alkohol ganz gut ignorieren, ist ja auch viel lustiger als sich was Warmes anzuziehen???? Dies scheint aber wohl ein alljährliches Ritual in der ersten Uniwoche zu sein also will ich mal nicht meckern. Aber was ich bis jetzt mitbekommen habe ist die Trinkmanier der hiesigen Studenten allgemein recht exzessiv… Dagegen sind Stusiefeiern harmlos.

Ansonsten ist Dunedin aber eher ein ruhiges beschauliches Städtchen. Ruhig und beschaulich verlief auch mein Wochenende. Nach einer leckern Kochsession mit den anderen Pharmas gab es Samstag Abend noch Rugby vom feinsten: Neuseelands All Blacks gegen die australischen Wallabies. Nach einem hart erkämpften Sieg für die Kiwis, einen paar neuen Erkenntnissen in Sachen Rugbyregeln für mich und einem gut Gefüllten Bauch ging es früh ins Bettchen. Da Christoph ja am nächsten Morgen wieder zum Planschen los wollte. Ich habe mir den Sonntag mit Gammeln, Blog schreiben und backen vertrieben.

Lamingtons heißen mein neustes Backexperiment. Und wurde von Christoph als gelungen befunden.

Die in Schoko, mit Kokos bestreuselten Biskuitwürfel sind wohl eine Australische Spezialität und voll lecker, deshalb musste ich sie auch gleich nach backen ;)…

Mittwoch, 15. Juli 2009

Shake it baby

Das war dann wohl ein Erdbeben....
Es ist ein komisches Gefühl wenn sich die Erde bewegt. Aber keine Sorge hier hat es nur leicht geschwankt, also alles paletti bei uns! Nicht das sich noch jemand Sorgen macht :)....
Wen es interessiert wo es genau gewackelt hat muss HIER klicken

Sonntag, 12. Juli 2009

Catlins

Eine ereignisreiche Woche liegt hinter uns. Auch wenn ich zu geben muss dass in Bezug auf meine Arbeit noch nicht sooo viel passiert ist. Aber dafür wurden wir internationalen Studenten (aus allen Herren Länder, aber die Anzahl der deutschen wurde nur von den Amis überboten) mit großem „Hallo“ begrüßt. Verschiedene wichtige Leute durften eine Rede halten, manche taten dies auf Maori, andere verzichteten auf viele Worte und gaben lieber ein paar hilfreiche Tips (sehr sympathisch). Das Highlight allerdings war der Bürgermeister der Stadt, der kam in einer roten Königsrobe mit weißem Pelzkragen (ich hoffe doch dass der nicht echt war) und zur Krönung des Ganzen fing er dann noch an zu singen, alles klar….

Außerdem kamen wir noch in den Genuss einer Gesangseinlage einer Mittelstufe, mit anschließendem Haka der Jungs. Gut ein paar 13 Jährige oberkörperfrei die einen anbrüllen ist eher niedlich als beeindruckend (wenn man da an die Rugbyspieler denkt ;) ), aber es war trotzdem definitiv das Beste der Veranstaltung.

Am nächsten Tag gab es dann einen Ausflug mit dem Zug zu einem Barbecue. Das muss man sich so vorstellen alle internationalen Studenten werden in einen hübschen alten, aber sau kalten Zug gepackt und durch zugegeben schöne Landschaft gefahren um irgendwo im Nirgendwo raus gescheucht zu werden, wo ein paar Zelte mit Grill und Salat aufgebaut sind. Dort gut gefüttert werden, aber noch mehr frieren (Ausländer sind nun mal nicht so hart wie Kiwis) und nach einer Stunde wieder zurück gekarrt werden. Nett! Nachteil Christoph durfte nicht mit, da waren sie strikt, nur Studenten. Nüchtern betrachtet hat er aber bis auf ein paar lauwarme Burger auch nicht wirklich was verpasst.

Dafür war ich bei einem Besuch an der hiesigen Sportuni recht erfolgreich. So steht, so bald es hier ein bisschen wärmer wird (hoffen wir September), ein Surfkurs und ein kleiner Wanderritt an und später (November) noch eine Kajaktour am Doubtful Sound. Hui, da freu ich mich drauf! Christoph hat sich für einen Tauchkurs angemeldet, der geht nächste Woche schon los, brrhh. Na ja, im Winter soll das Wasser ja klarer sein (und der Neo hoffentlich dicker!)….

Dieses Wochenende waren wir auch auf Achse mit den anderen deutschen Pharmas und sind ganz in den Süden der Insel gefahren. Die Catlins sind ein schwach besiedeltes Küstengebiet mit viel Natur. Also gab es für uns Steilküste, Strand und viel Meer mit Seehunden,.-löwen, seltenen Gelbaugen-Pinguinen und in der Ferne ein paar Hector-Delfinen zu sehen. Außerdem viel Weideland mit noch viel mehr Schafen, wildem Wald und wildere Wasserfälle.

Sehr hübsch! Übernachtet haben wir in dem best beheizten Hostel der Südinsel. Direkt am Strand an dem dicke Seelöwen rum lagen und dank nicht so tollem Wetter wunderbare kitschige Regenbogen zu sehen waren (den Topf voll Gold haben wir natürlich nicht gefunden). Seehunde haben wir leider nur aus der Ferne gesehen, aber dafür konnten wir die Pinguine richtig gut beobachten als sie Abends an Land gewatschelt sind und sich nach ausgiebigem Putzen auf den Weg in ihr Heimatgestrüpp am nahen Abhang gemacht haben. Wir waren eine nette Truppe und hatten schönes Wochenende mit tollen Eindrücken und einem gemütlichen Abend bei Pasta und Dosenbier (und dem missglückten Versuch mit Dosenösen als Einsatz zu pokern).

Nächste Woche ist dann wohl ein bisschen mehr Arbeiten angesagt, aber dafür bin ich ja hier, oder etwa nicht ;)…



Montag, 6. Juli 2009

erste Orientierungsversuche

Eine weitere Woche Dunedin ist schon wieder vorbei! Und abgesehen davon dass das Wetter wirklich mies ist und wir euch gerade ein bisschen um den Sommer beneiden, geht es uns hier prima und es gibt einiges zu berichten.
Der Start an der Uni war wirklich gut und vor allem seeehhhr entspannt. Eigentlich ist bis auf das Verteilen der Projekte und eine kleine Sicherheitseinführung (z.B. wie verhalte ich mich bei einem Erdbeben, ja dieses Land liegt auf zwei tektonischen Platten da wackelt es wohl des Öfteren mal) noch nicht viel gelaufen. Nächste Woche gibt es dann wohl erstmal einen Stapel Lesematerial für uns alle. Außerdem steht noch eine Maori Begrüßungszeremonie für die internationalen Studenten an und eine paar nette Univeranstaltungen für die „Neuen“, also ein Haufen Erstis und ein paar Ausländer, das wird ein Spaß...
Übrigens könnt ihr mich ab jetzt Scarfy nennen, ein Spitzname für Dunediner Studenten, weil es hier so kalt ist und alle mit Schal rum rennen. Haha, naja etwas eigener Humor, aber gut. Übrigens rennt hier außer den Ausländern eigentlich keiner mit nem Schal rum, bevorzugte Wintermode der Dunediner Kiwis sind Flip Flops, mit kurzer Hose oder alternativ nem Minirock (für Weicheier mit Strumpfhose und Ballerinas), dazu ne fette Daunen Jacke (haben echt fast alle die selbe an) oder für die ganz Harten auch Barfuss mit T-Shirt bei 3°, herrlich! Muss das schön den Winter einfach zu ignorieren! Ich werde es wohl leider nicht schaffen...
Mit der Kommunikation wird es langsam besser bei mir, allerdings nuscheln manche Kiwis ganz schön. Und einen etwas eigenen Dialekt haben sie auch, da klingt dann nice eher nach noise. Aber man gewöhnt sich schnell daran gut zu raten…
Ansonsten haben wir die freie Zeit genutzen um ein bisschen Dunedin kennen zu lernen, auch wenn das schlechte Wetter uns manchmal auf die Couch verbannt hat.
Mein morgendlicher Weg zur Uni führt durch den Botanischen Garten hier, sehr hübsch und trotz Winter blüht einiges. Im Sommer werde ich da wohl öfters mal rum gammeln.
Am Wochenende waren wir mit der ganzen deutschen PGCert (postgraduate certificate stundents) Bande auf Grund von schlechtem Wetter zu erst im Museum hier, was wirklich nett gemacht ist und anschließend am Haus-Strand von Dunedin. Da wusste ich dann mal wieder warum ich hier her wollte :)…

Oh, wen es übrigens interessiert ich werde mich das nächste halbe Jahr mit der Entwicklung einer Mikroemulsion zur Behandlung von Xerostomie beschäftigen. Wem das zu viele Fremdwörter waren: Die Gruppe in der ich arbeite versucht künstlicher Spucke herzustellen, damit Leuten deren Speichelproduktion nicht mehr Funktioniert das Kauen, Schlucken und Sprechen erleichtert werden kann und außerdem soll es die Zähne schützen. Ich hoffe es wird gut, aber meine Arbeitsgruppe schein echt prima zu sein!
Ich freue mich übrigens das so viele den Blog lesen, dann macht das Schreiben gleich nochmal mehr Spaß :)...
Ganz liebe Grüße Katharina & Christoph